FeLV steht für Felines Leukämie-Virus.

Durch FeL-Viren hervorgerufene Erkrankungen sind nach Unfällen die zweithäufigste Todesursache von Hauskatzen.

Das FeL-Virus wird mit dem Speichel, Urin und Kot infizierter Katzen ausgeschieden. Es ist in Blutzellen vorhanden und kann auch von der Mutter auf den Nachwuchs - schon vor der Geburt oder über die Milch - übertragen werden. In der Umgebung ist das Virus nicht lange überlebensfähig (ca. 48 Stunden). Es ist gegen alle gängigen Desinfektionsmittel empfindlich.

Die Infektion mit dem FeL-Virus kann unterschiedliche Verlaufsformen zeigen:

Bei circa einem Drittel der infizierten Katzen bleiben die Viren lebenslang im Blut. Das trifft vor allem auf junge Katzen zu. Diese Patienten entwickeln in der Regel virusbedingte Folgeerkrankungen (Abwehrschwäche, Blutarmut, Tumoren) und leben durchschnittlich noch 3 - 5 Jahre lang.

Etwa zwei Drittel der infizierten Katzen können das Virus innerhalb von 4 - 6 Wochen über die körpereigene Abwehr aus dem Blut eliminieren. Das Virus hat jedoch die Eigenschaft, seine Erbsubstanz in die Erbsubstanz von Katzenzellen einzuschleusen und damit unbemerkt in der Katze zu überleben. Diese infizierten Zellen können auch noch Jahre nach der Infektion tumorös entarten. Dabei handelt es sich meist um Tumoren des Lymphsystems, die ca. 90% der Tumoren der Katze ausmachen. Dabei sind die Lymphdrüsen des Brustraumes, der Magendarmtrakt, sowie die Organe Leber, Milz, Niere und Knochenmark besonders häufig befallen. Selten sind die vergrößerten Lymphknoten auch von außen tastbar.

Die entsprechenden Krankheitszeichen sind meist unspezifisch, wie Mattigkeit, Appetitlosigkeit, Erbrechen, Durchfall, Atembeschwerden, Gewichtsverlust, Fruchtbarkeitsstörungen, etc.. Häufig liegen zusätzlich Blutbildveränderungen vor.

Bei circa 70% der Katzen mit leukosebedingten Tumoren sind im Bluttest Viren nachweisbar. Eine andere Diagnosemöglichkeit ist die Gewebeuntersuchung.

Die Übertragung des FEL-Virus erfolgt am häufigsten durch direkten Kontakt (vor allem über Speichel: Beschnuppern, Bisswunden). Deshalb sind Tiere, die mit vielen anderen Katzen Kontakt haben (in Tierheimen, mehrere Katzen im Haushalt, etc.), vor allem unkastrierte Kater, besonders gefährdet.

FeLV-positive Katzen sollten deshalb nicht zusammen mit FeLV-negativen Tieren gehalten werden.

Ein spezifisches Medikament gegen das Leukosevirus selbst existiert leider nicht. Man kann nur im Anfangsstadium mit speziellen Medikamenten die körpereigenen Abwehrkräfte der Katze stärken, so dass sie die krankmachenden Viren leichter abstoßen kann.

Seit einigen Jahren gibt es aber eine Impfung gegen die FeLV-Infektion. Sie schützt vor Neuinfektionen, nicht jedoch vor dem Ausbruch der Krankheit bei bereits infizierten Tieren und ist für alle Katzen, die Kontakt zu anderen Katzen haben können, zu empfehlen. Die Grundimmunisierung erfolgt ab einem Alter von 9 Wochen zwei Mal im Abstand von 2 - 4 Wochen. Eine jährliche Auffrischungsimpfung ist erforderlich.

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