Zweimal im Jahr wird die Hündin läufig. Zu Beginn der Läufigkeit schwillt die Scheide an. Dann blutet die Hündin aus der Vulva. Dies dauert insgesamt etwa drei Wochen. Am Ende dieser Zeit ist die Hündin befruchtungsfähig.

Unabhängig davon, ob sie erfolgreich gedeckt wurde oder nicht, läuft hormonell immer eine Trächtigkeit oder Scheinträchtigkeit ab. Eine Geburt oder Scheingeburt findet nach 63 Tagen statt. Danach bildet die Hündin Milch; Dabei sind die einzelnen Phasen von Individuum zu Individuum unterschiedlich stark ausgeprägt.

Manche Hunde fressen während der Scheinträchtigkeit nicht mehr oder zeigen deutliche Verhaltensänderungen. Nach vier bis acht Wochen verschwinden diese Erscheinungen wieder.

Der Tierarzt hat die Möglichkeit, mit Medikamenten diese Symptome zu beheben oder wenigstens zu mildern.

Nach der Scheinträchtigkeit folgt eine mehrere Monate andauernde Hormonpause, bis dann der nächste Zyklus beginnt.

Wie schon erwähnt, wird die Hündin zweimal pro Jahr läufig, es ist aber nicht ungewöhnlich, wenn sie es nur einmal im Jahr wird. Bei manchen Hunden tritt die Läufigkeit sogar viermal im Jahr auf, ohne dass dies krankhaft wäre.
Da die Läufigkeit dem Besitzer oft viele Unannehmlichkeiten bereitet (Blutung, Scheinträchtigkeit, Verhaltensänderung, lästige Nachbarshunde), wird der Tierarzt nach Möglichkeiten gefragt, sie zu verhindern.

1. Medikamentelle Läufigkeitsunterdrückung:

Der Tierarzt kann mit regelmäßig verabreichten Hormongaben bei der Hündin eine Läufigkeit unterdrücken. Sie sollten aber nur in einer Zeit verabreicht werden, in der bei der Hündin keine Hormone wirksam sind, also circa vier Monate nach der letzten Läufigkeit. Die Wiederholungsbehandlung ist abhängig von dem verwendeten Präparat, meistens alle fünf Monate.

Da der Zyklus bei der Hündin individuell verschieden wieder in Gang kommt, ist die Gefahr sehr groß, dass das Mittel, insbesondere nach wiederholter Verabreichung, während einer Zeit gegeben wird, in der die Hündin wieder selbst Hormone bildet.

Eine Zyklusstörung -häufig mit Gebärmuttererweiterung- ist die Folge, die dann eines aufwendigen operativen Eingriffes bedarf.

2. Operative Kastration:

Bei dem operativen Eingriff werden bei der Hündin die Geschlechtsorgane entfernt, so dass keine Hormone mehr gebildet werden. Da die Hündin im Gegensatz zu anderen Tieren in ihrem Zyklus ohnehin eine Hormonpause aufweist, wird damit dieser natürliche Zustand auf Lebenszeit ausgedehnt.

Untersuchungen in den Vereinigten Staaten haben gezeigt, dass dieser Eingriff schon sehr frühzeitig vorgenommen werden kann; Hunde mit 8 bis 12 Wochen wurden ohne Nebenwirkungen operiert. Auch wir führen mit guter Erfahrung regelmäßig Operationen vor der ersten Läufigkeit durch, doch kann der Eingriff auch später vorgenommen werden.

Die günstigste Zeit ist dann drei Monate nach einer Läufigkeit.

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