Geschwülste im Gesäuge gehören zu den häufigsten Erkrankungen, besonders bei älteren Hündinnen. Ihrem Auftreten wird jedoch häufig wenig Bedeutung beigemessen, über die Folgen der Erkrankung ist man sich wenig im Klaren.

Zwar sind etwa 60% der Tumoren gutartig, doch kann man in der Regel allein vom Aussehen des Tumors keine Aussage über seine Bös- oder Gutartigkeit treffen. Erst die histologische Untersuchung in einem Untersuchungsamt gibt Auskunft über den Zustand einer Geschwulst.

Allgemein gilt aber: je eher man einen Knoten chirurgisch entfernt, desto geringer ist die Gefahr der Ausbreitung von Tochtergeschwülsten. Metastasen treten bekanntlich zuerst in der Lunge auf. Deshalb sollte man vor jeder Operation eines Milchdrüsentumors eine Röntgenaufnahme vom Brustraum anfertigen, um festzustellen, ob eine Tumorausbreitung bereits stattgefunden hat. Sind bereits Metastasen im Brustraum zu finden, kommt jede Behandlung zu spät. Ist die Lunge jedoch noch frei, so verspricht eine Operation guten Erfolg.

Leider kommt ein Tumor selten allein. Meist folgen schon wenige Monate danach weitere an anderen Stellen. Um der Hündin nicht eine Operation nach der anderen zuzumuten, empfiehlt sich folgendes Vorgehen:

Tritt eine Geschwulst am Gesäuge auf, sollte sofort die betroffene Milchleiste vollständig entfernt werden. Kommen nach einiger Zeit auf der anderen Seite neue Tumore, muss auch die zweite Milchleiste herausoperiert werden. Da danach kein Milchgewebe mehr vorhanden ist, können auch keine Tumore mehr entstehen. Und: ein langer Schnitt, wie er für die Entfernung der Milchleiste nötig ist, verheilt genauso schnell wie ein kurzer!

Doch kann die Hündin vorbeugend sehr leicht gegen diese schlimme Erkrankung geschützt werden. Dazu muss sie im Alter von 6 Monaten, also kurz vor der ersten Läufigkeit kastriert werden. Auf ihre Milchdrüsen wirken somit keine weiblichen Geschlechtshormone, so dass sich die Drüse wie das bei einem Rüden angelegte Milchgewebe verhält. Tumore sind hier bekanntlich äußerst selten. Das ganze Unternehmen setzt natürlich voraus, dass man mit der Hündin nicht züchten will.

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