Als Arthrose (im englischen meist Arthritis) wird ein zerstörerischer, schmerzhafter Prozess in einem Gelenk bezeichnet. Dabei kommt es langsam - oder in akuten Schüben zu einer Verflüssigung der normalerweise öligen Gelenkschmiere, zu einem Abbau von Gelenkknorpel und zur Bildung von zunächst knorpeliger, später knöcherner Verhärtungen in der Gelenkkapsel.

Die Ursachen sind vielfältig. Oft steht am Anfang eine Dysplasie, also ein - angeborenes - nicht perfektes Zusammenpassen der Gelenksanteile. Am häufigsten sehen wir das bei der Hüftgelenksdysplasie (HD) und der Ellbogengelenksdysplasie (ED). Die Arthrose tritt bei den betroffenen Tieren bereits in jungen Jahren ein (ab einem Jahr). Andere Ursachen sind Achsenfehlstellungen (X- oder O-Beine), Überbelastung, Gelenksbrüche oder auch Fütterungsfehler. Dabei kann ein falsches Ca:Ph-Verhältnis und eine zu energiereiche Fütterung zu Gelenkknorpelschäden (OCD) führen, die dann wiederum einen arthrotischen Prozess auslösen.

Die Diagnose wird im Rahmen einer Lahmheitsuntersuchung gestellt. Der Tierarzt findet ein oder mehrere schmerzhafte Gelenke mit vermehrter Gelenkfüllung. Eine Röntgenaufnahme soll den Schweregrad der Arthrose festhalten und die mögliche Ursache feststellen (z.B. OCD, Dysplasie).

Die Behandlung ist auf die individuelle Situation auszurichten. Grundsätzlich bestehen folgende Möglichkeiten:

  • Beseitigung der Ursache

    soweit möglich
  • Gewichtskontrolle

    Hunde tragen ca. 60 % ihres Gewichts auf den Vorderbeinen, 40 % auf den Hinterbeinen, so dass bei Ellbogengelenksarthrosen eine sehr effektive Entlastung der Gelenke durch Gewichtsreduktion eintritt.
  • gleichmäßige Bewegung

    Keine Sprints oder wildes Toben - langsames Traben, bei großen Rassen durchaus über mehrere Kilometer - denn: „ wer rastet, der rostet“
  • gelenkverbessernde Medikamente

    Glucosaminoglycene, insbesondere Hyaluronsäure sind Bestandteile des gesunden Gelenkknorpels und sind nötig für die Gelenksreparation. Sie können über das Futter, in die Blutbahn oder direkt ins Gelenk verabreicht werden. Eine weitere Möglichkeit ist die Verfütterung von kommerziell hergestelltem Futter, welche die gelenksunterstützenden Zusätze bereits enthalten (Joint Diet oder Mobility Support).
  • chirugische Maßnahmen

    Am Hüftgelenk besteht eine sehr effektive und schmerzbefreiende Möglichkeit in der Entfernung des arthrotischen Oberschenkelkopfes. Das sich dann entwickelnde narbige „neue Gelenk“ ist schmerzfrei und führt bei kleinen Tieren zu guten klinischen Ergebnissen. Bei großen Rassen wird anstelle des arthrotischen Hüftgelenkes ein künstliches Hüftgelenk eingesetzt. Diese Technik ist bei Mensch und Tier seit Jahren bewährt. Bei der Ellbogengelenksdysplasie kommt es häufig zur Ablösung größerer Knochenstücke; deren Entfernung kann zur signifikanten Verbesserung der Beschwerden führen.
  • Schmerztherapie

    Bei vielen Patienten ist zur Schmerzlinderung oder gar Beschwerdefreiheit die Anwendung von Medikamenten unumgänglich. Der Tierarzt verfügt über eine große Auswahl an Medikamenten, was die Stärke und die Anwendungsform (Spritzen oder zur täglichen Einnahme) betrifft und stimmt diese individuell auf den Patienten ab.

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